Kiezbox 2.0 – Daten in Alltag und Krise

Verantwortliche Organisation
Technologiestiftung Berlin
Bezirk
gesamtstädtisch
Beteiligte Organisationen
-
Zeitraum
10/2022 – 07/2025
Status
abgeschlossen
Eine rote Box, in derem inneren eine Batterie hängt steht aus einem gekachlten Boden. Auf der Box liegt ein an der Box festgehängter Hammer.

ie Kiezbox 2.0 ist ein Pilotprojekt, welches prototypisch zeigt, wie ein stromautarkes, lokales Kommunikationsnetz für Krisensituationen funktionieren kann. Ziel ist es, auch bei Stromausfällen oder anderen Notlagen eine grundlegende Kommunikation sicherzustellen, etwa über ein Notfall-WLAN, das den Zugriff auf wichtige Informationen oder das Absetzen textbasierter Notrufe ermöglicht. Im Alltag arbeitet die Kiezbox hingegen im Regelbetrieb und sammelt mithilfe verschiedener Sensoren Umweltdaten wie Luftqualität oder Lärmbelastung, die für die Stadtgesellschaft nutzbar sind. Technisch basiert sie auf einem energieeffizienten System aus Mini-Computer, Funkmodulen und LoRaWAN-Netz (siehe Glossar), ergänzt durch Sensorik, Antennen und ein Solarpanel zur autarken Stromversorgung. Seit dem Start 2023 wurde das System kontinuierlich weiterentwickelt und in verschiedenen Anwendungsszenarien getestet, unter anderem in einer realitätsnahen Blackout-Übung im Jahr 2025 gemeinsam mit Feuerwehr und Verwaltung. Dabei konnten wichtige Erkenntnisse zur Stabilität, Nutzerfreundlichkeit und Praxistauglichkeit gewonnen werden. Nach Abschluss der Machbarkeitsprüfung liegt der Fokus nun auf möglichen Einsatzszenarien im Regelbetrieb und der weiteren Umsetzung.

Langfristig ist in der Weiterentwicklung auch die Erstellung eines geobasierten Echtzeitlagebilds (BOS) möglich. Im Normalfall bzw. Regelbetrieb der Kiezbox 2.0 können städtische Sensordaten –Temperatur, Luftqualität, Lärm u. ä. – erfasst und beispielsweise über ein für eine öffentliche, zivilgesellschaftliche oder wirtschaftliche Nutzung durch städtische Akteur:innen bereitgestellt werden.

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